Stellungnahme des FC Fortuna Schlangen zur Ablehnung des Kreiswechsel-Antrags

Der Vorstand des FC Fortuna Schlangen reagiert mit großem Unverständnis und wachsender Sorge auf die Entscheidung des Präsidiums des Fußball- und Leichtathletik-Verbandes Westfalen (FLVW), den Antrag auf einen Kreiswechsel in den FLVW-Kreis Paderborn zur Saison 2026/2027 abzulehnen.

Aus Sicht unseres Vereins steht diese Entscheidung im klaren Widerspruch zu früheren Empfehlungen des Verbandes sowie zu den öffentlichen Aussagen von FLVW-Präsident Manfred Schnieders. Bis heute wurde uns keine schriftliche oder nachvollziehbare Begründung für die Ablehnung übermittelt.

Unser Antrag wurde umfassend und detailliert begründet. Die geographische Nähe zum Kreis Paderborn, die schulischen und sozialen Lebensmittelpunkte unserer Kinder und Jugendlichen sowie die sportliche Perspektive unseres Vereins sprechen eindeutig für einen Wechsel. Viele Spielerinnen und Spieler besuchen Schulen im Raum Paderborn, absolvieren dort ihre Ausbildung und haben dort ihren Alltag und Freundeskreis. Der Teutoburger Wald stellt faktisch eine natürliche Grenze dar. Zudem hatte der FLVW-Kreis Paderborn bereits signalisiert, unseren Verein zur Saison 2026/2027 aufnehmen zu können.

In der vergangenen Woche äußerte sich FLVW-Präsident Manfred Schnieders in der Lippischen Landes-Zeitung zur Thematik. Er betonte den Ausnahmecharakter von Kreiswechseln, verwies auf das Gesamtinteresse der Kreise und stellte zugleich fest, dass mit der Ablehnung des zweiten Antrags faktisch die Empfehlung verbunden gewesen sei, den Kreiswechsel weiter zu verfolgen.

„Dass dieser Wechsel nun dennoch nicht vollzogen wird, ist für uns absurd“, erklärt unser Vorsitzender Sven Schlüter. Besonders der Verweis auf eine mögliche Kreisfusion im Jahr 2029 ist für uns nicht akzeptabel. „Für den FC Fortuna Schlangen kommt diese Perspektive zu spät.“

Auch das Argument, ein genehmigter Kreiswechsel könne eine Kettenreaktion weiterer Wechselwünsche auslösen, weisen wir entschieden zurück. Jeder Antrag ist als Einzelfall zu prüfen. Es gibt nach unserer Überzeugung keinen weiteren Verein im Kreis Detmold, der sich in einer vergleichbaren Situation befindet.

Nach unserer Überzeugung scheitert der dringend notwendige Kreiswechsel aktuell am Widerstand des Fußballkreises Detmold. Dabei sehen wir insbesondere die Rolle des Kreisvorsitzenden Gottfried Dennebier äußerst kritisch.

„Der Kreis Detmold – und hier insbesondere Herr Dennebier – verhindert diesen für unseren Verein überlebenswichtigen Schritt seit Jahren. Statt strukturelle Veränderungen aktiv anzugehen, wird zugeschaut und blockiert. Diese Haltung ist aus unserer Sicht egoistisch und hat nichts mit der Förderung und Entwicklung von Vereinen zu tun“, so Schlüter.

Die anhaltende Unsicherheit ist für unseren Verein existenzbedrohend. Sie gefährdet insbesondere den Jugendbereich, erschwert die sportliche Planung massiv und führt bereits jetzt zu Abwanderungstendenzen bei Spielerinnen, Spielern und Trainern.

„Das Vertrauen unseres Vereins in die handelnden Personen des Fußballkreises Detmold ist nachhaltig beschädigt. Herr Dennebier braucht sich in Schlangen nicht mehr sehen lassen“, stellt Sven Schlüter klar.

Wir fordern das Präsidium des FLVW eindringlich auf, die Entscheidung zu überdenken und den Kreiswechsel unter fairer und sachlicher Einzelfallabwägung zu ermöglichen. Es geht um die Zukunft unseres Vereins, um ehrenamtliches Engagement und vor allem um die sportliche Perspektive unserer Kinder und Jugendlichen.