Der Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen (FLVW) hat kürzlich beschlossen, die Mitgliedsbeiträge deutlich zu erhöhen: Ab 2026 um 40 Prozent, ab 2027 um weitere 60 Prozent. Begründet wird dieser Schritt mit der notwendigen Modernisierung des SportCentrums Kaiserau.
„Diese Erhöhungen sind aus Sicht von Fortuna Schlangen in dieser Dimension in keiner Weise nachvollziehbar, vollkommen unverhältnismäßig und für viele Vereine nicht zu stemmen“, bewertet der 1. Vorsitzende von Fortuna Schlangen, Sven Schlüter, die insgesamt 100-prozentige Beitragserhöhung bis 2027. „Diese Einschätzung teilen zahlreiche Vereine in ganz NRW, wie wir aus Gesprächen sowie aus Pressemitteilungen und Beiträgen in den sozialen Medien erfahren haben.“
Besonders kritisch sieht der Verein, dass die finanzielle Last nahezu vollständig bei den Vereinen an der Basis abgeladen werde. „Die Modernisierung des SportCentrums Kaiserau mag sinnvoll sein, sie hilft jedoch weder unserem täglichen Trainingsalltag noch unseren Jugend- und Seniorenteams vor Ort“, so Schlüter weiter.
Viele Vereine stünden bereits heute unter erheblichem Druck durch steigende Kosten für Schiedsrichter, Energie, Platzunterhaltung und Organisation, während Sponsorengelder aufgrund der wirtschaftlichen Lage rückläufig seien.
Für den Vorsitzenden von Fortuna Schlangen steht damit auch die Zukunft seines Vereins zunehmend auf dem Spiel: „Wir brauchen keine wohlklingenden Leitbilder, sondern konkrete Unterstützung, faire Wettbewerbsstrukturen und Entscheidungen, die die Belastungsgrenzen der Vereine respektieren. Nur so hat der Amateurfußball in Westfalen eine echte Zukunft.”